Der Schutz digitaler Rechte kennt keine Pausen und keine Saison. Deshalb hat sich ISGroup dazu entschieden, die e-privacy XXIX, die Sommerausgabe 2021, zu unterstützen und damit ihr Engagement für die Förderung einer Sicherheitskultur zu bekräftigen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Die Konferenz, die am 21. und 22. Mai 2021 online stattfand, befasste sich mit einem entscheidenden und kontroversen Thema: Gesichtserkennung und biometrische Massenüberwachung. Der gewählte Titel „Lasciateci la faccia“ (Lasst uns unser Gesicht) klingt wie ein klarer Appell: die Würde und die individuelle Identität in einem Kontext zu verteidigen, in dem technologische Überwachung Gefahr läuft, systemisch und allgegenwärtig zu werden.
Freiheit verteidigen, auch im Gesicht
Die Teilnahme an der e-privacy bedeutet für ISGroup nicht nur die Unterstützung einer hochkarätigen technisch-wissenschaftlichen Veranstaltung, sondern auch das Teilen einer ethischen Ausrichtung. Wir glauben, dass Innovation, um nachhaltig zu sein, die Grundrechte respektieren muss. Das Gesicht ist eine der letzten Grenzen der persönlichen Identität. Es zum Gegenstand systematischer Erfassung, Profilierung und automatisierter Analyse zu machen, stellt einen qualitativen Sprung in der Überwachung dar, der mit den Prinzipien einer liberalen Demokratie unvereinbar ist.
Ein dichtes, kritisches und notwendiges Programm
Die XXIX. Ausgabe verzeichnete die Teilnahme von Juristen, Technologen, Aktivisten und Akademikern mit Vorträgen über die Risiken der Gesichtserkennung, die europäische Gesetzgebung, die Nutzung biometrischer Technologien durch die öffentliche Verwaltung und algorithmische Verzerrungen (Bias) in Empfehlungssystemen. Die Diskussionsrunden befassten sich mit konkreten Themen: der Vereinbarkeit von künstlicher Intelligenz und Justiz, der Monetarisierung von Gesichtern und der Unwirksamkeit aktueller Kontrollmechanismen.
Zu den wichtigsten Beiträgen gehörten:
- Vincenzo Tiani über den europäischen Rechtsrahmen;
- Mariangela Fedozzi über den Mythos „Ich habe nichts zu verbergen“;
- Giovanni Battista Gallus über die Verwendung von Gesichtsbildern in der öffentlichen Verwaltung;
- Salvatore Romano über Bias in Videoplattformen;
- Urbano Reviglio über die Rolle von Datenbrokern im Überwachungskapitalismus.
Zugängliche und transparente Dokumentation
Im Einklang mit dem Geist der Veranstaltung sind alle Protokolle, Folien und Videos der Vorträge kostenlos online verfügbar, und zwar über die Website der Konferenz und den YouTube-Kanal des Winston Smith Projekts. Die Dokumentation enthält Zeitstempel der Vorträge, was eine effiziente Recherche ermöglicht.
ISGroup, zwischen Technik und Ethik
ISGroup SRL ist eine italienische Cybersecurity-Boutique, die seit 2013 aktiv ist und sich auf manuelles Penetration Testing, Red Teaming und Threat Modeling spezialisiert hat. Unsere Mission basiert auf der Konvergenz von technischer Präzision und sozialer Verantwortung. Die Unterstützung der e-privacy bedeutet, ein Netzwerk aus bewussten, unabhängigen und kompetenten Akteuren zu stärken, die an eine sichere, transparente und rechteorientierte digitale Zukunft glauben.
Warum wir weiterhin dabei sind
Weil biometrische Überwachung kein Schicksal ist. Es ist eine politische und technische Entscheidung. Und weil es nicht ausreicht, sich nur mit Worten zu widersetzen: Man muss handeln, informieren und alternative Lösungen entwerfen. Deshalb hat sich ISGroup auch im Jahr 2021 dazu entschieden, dabei zu sein.
Und das werden wir auch weiterhin tun.
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