Store-and-Forward ist eine Vermittlungsmethode in Kommunikationsnetzwerken, bei der ein vollständiges Datenpaket von einem Vermittlungsgerät, wie beispielsweise einem Switch, vollständig eingelesen wird, bevor es an sein Ziel weitergeleitet wird. Dieser Prozess sieht vor, dass der Switch das gesamte Paket empfängt, dessen Integrität überprüft und anschließend entscheidet, ob es weitergeleitet oder verworfen wird.
Funktionsweise
- Empfang des Pakets: Der Switch empfängt ein vollständiges Paket an seinem Eingangsport.
- Integritätsprüfung: Der Switch analysiert das gesamte Paket, um sicherzustellen, dass keine Fehler vorliegen. Diese Analyse umfasst die Überprüfung der zyklischen Redundanzprüfung (Cyclic Redundancy Check, CRC), einer Methode zur Überprüfung der Datenintegrität.
- Weiterleitung oder Verwerfen: Wenn das Paket intakt ist, leitet der Switch es an den entsprechenden Ausgangsport weiter, um sein Ziel zu erreichen. Wenn das Paket beschädigt ist, wird es verworfen.
Vorteile von Store-and-Forward
- Zuverlässigkeit: Da jedes Paket auf seine Integrität geprüft wird, ist es weniger wahrscheinlich, dass beschädigte oder fehlerhafte Pakete ihr endgültiges Ziel erreichen, was die allgemeine Zuverlässigkeit des Netzwerks verbessert.
- Fehlererkennung: Der Switch ist in der Lage, beschädigte Pakete zu erkennen und zu verwerfen, bevor sie weitergeleitet werden, wodurch das Risiko der Übertragung von Fehlern im Netzwerk verringert wird.
Nachteile von Store-and-Forward
- Latenz: Da der Switch das gesamte Paket empfangen und analysieren muss, bevor er es weiterleitet, kann die Vermittlungszeit länger sein als bei anderen Methoden, wie dem Cut-Through-Switching, das mit der Weiterleitung der Pakete beginnt, sobald die Zieladresse gelesen wurde.
- Höherer Speicherbedarf: Switches müssen über ausreichend Speicher verfügen, um das gesamte Paket vor der Weiterleitung zwischenzuspeichern, was die Hardwareanforderungen und Kosten erhöhen kann.
Anwendungen von Store-and-Forward
Store-and-Forward wird häufig in Umgebungen eingesetzt, in denen Zuverlässigkeit und Qualität der Datenübertragung entscheidend sind, wie etwa in lokalen Netzwerken (LANs), städtischen Netzwerken (MANs) und einigen Weitverkehrsnetzen (WANs). Es ist besonders nützlich in Umgebungen, in denen kritische Daten keine Beschädigungen oder Verluste erleiden dürfen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Store-and-Forward eine grundlegende Technik zur Gewährleistung der Qualität und Zuverlässigkeit von Datenübertragungen in Kommunikationsnetzwerken ist, die die Vorteile der Datenintegrität mit den Nachteilen hinsichtlich Latenz und Speicherbedarf abwägt.
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